Beste Kamera – welches Modell passt zu deiner Intention?

Beste Kamera - TLR: twin lens reflex

Einfach ist anders. Wenn du dich für die Fotografie interessierst und die beste Kamera für dich suchst, wird die Wahl häufig zur Qual. Zum einen gibt es viele verschiedene Kameratypen und noch viel mehr Modelle. Da wird die Wahl schnell zur Qual. Wir möchten dich bei deiner Entscheidung unterstützen und zeigen dir im folgenden Artikel, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Kamera sich für dich als beste Lösung anbietet.

Dabei solltest du aber nicht den Blick in den analogen Bereich scheuen. Die analoge Fotografie erlebt aktuell wieder einen kleinen Boost. Gerade für Sammler, Nostalgiker und Einsteiger gibt es hier interessante Modelle. Wir haben uns bewusst auf analoge Spiegelreflexkameras fokussiert, da insbesondere in diesem Bereich das Interesse und auch die Verkaufszahlen nach oben gehen.

Spiegelreflexkameras: Von TLR und SLR bis hin zu DSLR und DSLM

Wer den Fokus auf eine optimierte Bildqualität legt, greift meistens zu einer Spiegelreflexkamera. Dabei kannst du grob zwischen einer zweiäugigen und einer einäugigen Spiegelreflexkamera unterscheiden, wobei die zweitere Variante die Fotografie dominiert. Zudem stehen dir sowohl analoge als auch digitale Modelle zur Verfügung.

Zweiäugige Spiegelreflexkameras – der nostalgische Charakter im Fokus

Bei der zweiäugigen Spiegelreflexkamera (TLR; steht für: twin lens reflex) handelt es sich um eine Variante mit zwei Objektiven gleicher Brennweite. Belichtet wird der Film durch das untere Objektiv, das mit einem Zentralverschluss ausgestattet ist.

Über einen integrierten Spiegel projiziert das obere Objektiv ein seitenverkehrtes Abbild auf ein Einstellmodul bzw. die Einstellscheibe. Über diese stellst du dann scharf.

Dies sind die wesentlichen Eigenschaften von TLR-Modellen:

  • immer sichtbares Sucherbild
  • nahezu keine Erschütterungen durch ausgelösten Kameraverschluss
  • kaum vernehmbares Aufnahmegeräusch
  • einfach konstruierte Sucherobjektive
  • leidet typischerweise unter dem so bezeichneten Parallaxenfehler (Bildausschnitt im Sucher stimmt nicht mit dem fotografischen Bild überein)

Analoge zweiäugige Spiegelreflexkameras spielen in der praktischen Fotografie heute keine bedeutende Rolle mehr. Allerdings kommen sie immer noch verstärkt im Profibereich zum Einsatz. Begehrt ist eine Kamera dieser Art aufgrund des nostalgischen Charakters zudem in Sammlerkreisen.

Auch für Einsteiger in die Mittelformatfotografie sind die TLR-Modelle durchaus interessant. Auf dem Gebrauchtmarkt findest du vergleichsweise günstige Kameras, die teilweise sogar mit hochwertigen Objektiven überzeugen.

Ein intensiver Blick kann sich hier also durchaus lohnen. Achte dabei insbesondere auf Kameras der Marken Rolleiflex und Mamiya C. Diese genießen in der Branche einen ausgezeichneten Ruf mit ihren qualitativ hochwertigen TLR-Varianten.

Beste TLR-Kamera – diese Modelle stehen ganz oben

Auch wenn die TLR-Varianten mittlerweile als nahezu antiquiert gelten, erfreuen sich dennoch die Neuauflagen von Traditionskameras wachsender Beliebtheit. Wenn auch du dem nostalgischen Charme verfallen bist und Wert legst auf eine farbenstarke Bildqualität, sind die folgenden Modelle äußerst interessant für dich.

Rolleiflex 2,8 FX

Diese zweiäugige Spiegelreflexkamera, ausgestattet mit dem starken Objektiv Apogon 2,8/80 mm HFT, Filter-Bajonettgröße III, Objektivschutzdeckel und Tragriemen, ist Legende und Kult zugleich. Die gesamte Kamerabelederung besteht aus braunem Rindleder mit Krokoprägung. Die Rückwand ist an den Seitenrändern verchromt und steht für eine vornehme Eleganz.

Beste Kamera -TLR Rolleiflex

Insgesamt bietet die Kult-Kamera im Verbund mit einem Objektiv der Spitzenklasse optische Präsenz und setzt Maßstäbe im Hinblick auf die Abbildungsleistung. Die gesamte Konstruktion zeichnet sich dabei durch eine sehr hohe Farbkorrektion und eine sehr kleine Bildfeldkrümmung auf.

Rolleiflex 4,0 FW

Du bist fokussiert auf die Landschaftsfotografie oder auf die Innenarchitektur? Dann ist die Rolleiflex 4,0 FW eine gute Wahl. Hierbei handelt es sich um eine zweiäugige Weitwinkel-Kamera mit dem Objektiv W-Apogon 4/50 mm HFT als herausragende Komponente.

Die Hülle aus braunem Rindsleder und die Chrom-Applikationen auf der Rückseite lassen das gesamte Erscheinungsbild edel und hochwertig erscheinen. Die zweiäugige Weitwinkel-Rolleifax steht weltweit für anspruchsvolle Technik, eine hohe Aufnahmequalität, nutzerfreundlichem Bedienkomfort und Zuverlässigkeit. Feinmechanische und optische Präzision ist hier zu jeder Zeit gewährleistet.

Mamiya C330 Professional

Auch diese zweiäugige Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven genießt in der analogen Fotografie Kultstatus. Setzt du die Mamiya C330 Professional auf ein Stativ, schießt sie in Kombination mit einer sorgfältigen Einstellung der Schärfe Fotos von herausragender Qualität. Die Schärfentiefe lässt sich dabei sehr feinfühlig abstimmen.

Beste Kamera - zweiäugige Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven

Die Bandbreite an Möglichkeiten rundum die Zeit-Blenden-Kombination reicht von der Blendeneinstellung 2,8 bis hin zur Blende 32 sowie einer Zeitreihe von 1 bis 1/500s. Auch qualitativ hochwertige Doppelbelichtungen sind jederzeit möglich.

Einäugige Spiegelreflexkameras

Einäugige Spiegelreflexkameras in der analogen Version sind unter dem Begriff SLR (single lens reflex) zusammengefasst. Im Gegensatz zu den zweiäugigen Modellen verfügen sie über einen so bezeichneten Rückschwingspiegel. Als Sucher fungiert in den meisten Fällen ein Dachkantpentaprisma, das die Lichtstrahlen umleitet.

Einige Modelle nutzen diesbezüglich auch einen Lichtschacht. Über den Spiegel wird das Bild dann sowohl vor als auch nach der Aufnahme auf die unterhalb des Suchers liegende Einstellscheibe projiziert. Betrachten kannst du das Bild dank des Dachkantenprismas aufrecht und seitenrichtig. Der Spiegel wird erst beim Auslösen der Aufnahme umgeklappt. Dadurch macht der Spiegel den Weg zur Filmebene frei, sodass der Film bei ausgelöstem Verschluss sofort belichtet wird.

Als Verschluss nutzen die zweiäugigen Spiegelreflexkameras in der Regel einen Schlitzverschluss, der den möglichen Wechsel der Objektive gewährleistet. Einige Marken aus dem Segment der Mittelformatkameras kombinieren diesen Schlitzverschluss zusätzlich mit einem direkt im Objektiv integrierten Zentralverschluss.

Dies sind die wesentlichen Eigenschaften von SLR-Modellen:

  • Wechselobjektive (beispielsweise Teleobjektive und Weitwinkelobjektive) stehen zur Verfügung
  • Einsatz der Retrofokus-Bauweise bei kurzen Brennweiten
  • Objektive sind häufig sehr aufwendig gestaltet und vergleichsweise teuer
  • Sucherbild verdunkelt während des Belichtungsvorgangs
  • viele Modelle bieten funktionelle Vielfalt (Offenblendenmessung, Schärfentiefe etc.)
  • zahlreiche Zubehörelemente

Einäugige Spiegelreflexkameras im Analogmodus dominieren das Kleinbildformat (24 mm x 36 mm). In der Mittelformatfotografie (ab 45 mm x 60 mm) nehmen Kameras dieser Art mittlerweile ebenfalls die Führungsposition ein. Und das, obwohl sie weitaus teurer als zweiäugige Spiegelreflexkameras sind. Dies liegt in erster Linie daran, dass die für TLR-Modelle typischen Parallaxenfehler ausbleiben. Zudem profitierst du von einer freieren Objektiv- und Zubehörauswahl.

Beste 35mm SLR-Kamera – diese Modelle stehen ganz oben

Für den Einstieg in die analoge Fotografie eignet sich vor allem die 35 mm-Spiegelreflexkamera. Innerhalb der analogen Fotografie gelten Kameras dieser Art als die beste Allround-Lösung. Nicht umsonst stellt die kleine Spiegelreflexkamera-Variante das klassische Werkzeug der Street Photography dar.

Canon F1

Dieses Modell kam erstmals 1970 auf den Markt und ist auf eine professionelle Nutzung ausgerichtet. Die Objektive sind austauschbar. Das Motiv muss allerdings selbst scharf gestellt werden. Einen Autofokus gibt es nicht. Die Kleinbildkamera verfügt zudem über einen Belichtungsmesser, einen Bulb-Modus, einen Anschluss für einen Kabelauslöser sowie ein Stativ-Gewinde.

Beste Kamera - Canon F1 oder 5D Mark IV

Charakteristisch für diese Kameras ist der modulare Aufbau. Dieser erlaubt es dir, unterschiedliche Elemente bedarfsgerecht zu gruppieren. Zu diesen Elementen zählen zum Beispiel Motorantriebe, Einstellscheiben, Sucher, Rückwände und sonstiges Zubehör. Durch diese modularen Aufbaumöglichkeiten passt sich die Canon F1 an nahezu jeden Verwendungszweck und an jedes Einsatzgebiet an.

Nikon FE2

Die Nikon FE2 ist das Nachfolgemodell der berühmten Nikon FE. Die Kamera bietet einen schnellen Verschluss (hier: 1/4000 Sekunde) und sehr helle Einstellscheiben. Die Belichtungszeit wird auf einer Zeitskala über eine Nadel angezeigt. Befindest du dich im Automatikbetrieb, stellt sich der Verschluss automatisch auf die angezeigte Zeit. Verwendest du geeignete Blitze, ist eine TEL-Blitzautomatik möglich.

Ideal geeignet ist das Modell vor allem für Nachtaufnahmen. Bei manueller Eingabe beträgt die Belichtungszeit zwar lediglich acht Sekunden, aber im Automatikbetrieb sind deutlich längere Belichtungszeiten möglich. Ein weiteres Highlight stellt die Kombination aus Zeitaufnahme und Selbstauslöser dar. Mithilfe der Spiegelvorauslösung löst du den Verschluss auch ohne Drahtauslöser erschütterungsfrei aus.

Minolta XD7

Die vom japanischen Hersteller Minolta ab dem Jahr 1977 angebotene Spiegelreflexkamera verfügt neben der manuellen Belichtungseinstellung zusätzlich über eine Zeit- und Blendenautomatik sowie über modifizierte Objektive. Zudem sind eine Multiautomatik, ein Fernauslöseranschluss und eine Mikrowabenmattscheibe integriert, die für ein extrem helles Sucherbild sorgt. Bei Bedarf betreibst du das Kameramodell auch gänzlich ohne Batterien, da zwei vollmechanische Verschlusszeiten zur Verfügung stehen. Ein optionaler Winder ermöglicht eine Bildfolge von zwei Bildern pro Minute.

Beste Kamera - Minolta Spiegelreflexkamera

Beste Mittelformat-SLR-Kamera – diese Modelle stehen ganz oben

Das analoge Mittelformat zählt längst noch nicht zu den Auslaufmodellen. Ob der durch die größere Aufnahmefläche generierte Detailreichtum der Fotos, das nicht schnell sichtbare Filmkorn, die angenehmen Grauton-Abstufungen sowie Farbverläufe und nicht zuletzt die erschwinglichen Preise – auch heute noch nutzen sowohl Profis als auch Hobby-Fotografen das Mittelformat im Rahmen analoger Systeme. Die digitalen Varianten sind im Schnitt vier bis zehnmal so teuer wie analoge Mittelformat-Spiegelreflexkameras. Die folgenden Modelle erachten wir als besonders empfehlenswert.

Pentax 6×7

Diese Mittelformat-Spiegelreflexkamera ist vor allem in der Modefotografie weit verbreitet. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um eine aufgemotzte 35mm-SLR mit Wechselsuchern und Wechselobjektiven. Das Modell bildet dabei das Format 55×70 mm ab. Dieses Format bezeichnen Fotografen gerne auch als Idealformat.

Zum einen kannst du es auf die meisten Papiergrößen vergrößern und zum anderen kommt es dem natürlichen menschlichen Blickfeld sehr nahe. Bis zu 20 Bilder werden maximal auf einem Rollfilm belichtet. An der Kamera selbst sowie an der Filmandruckplatte stellst du auf die jeweils gewünschte Rollfilmvariante um.

Die Pentax 6×7 verfügt über einen komplett elektronisch gesteuerten Verschluss und ein Doppelbajonett. Das Innenbajonett ist für kürzere Brennweiten verantwortlich, während das Außenbajonett längere Brennzeiten ansetzt. Das gesamte Handling der Mittelformat-Spiegelreflexkamera ist hervorragend.

Der integrierte Holzgriff unterstützt das Halten der vergleichsweise schweren Kamera. Die Blendenringe der Objektive rasten mit einem satten Geräusch ein und bieten ein sehr subtiles Fokussieren. Viele moderne Objektive wiesen derartige Facetten nicht auf.

Olympus OM-4 Ti

Dies ist die letzte Baureihe der Olympus OM-Kameraserie. Die Olympus OM-4 Ti vereint dabei technische Finesse mit einer kompakten, formschönen Optik.

Beste Kamera - Olympus OM-Kameraserie

Die Spotmessung mit bis zu zehn individuell bestimmbaren Messpunkten, die autodynamische Messsteuerung für exakte Blitzbelichtungen, die manuelle Nachführmessung sowie die starken Verschlusszeiten mit Vollsynchro-Blitzmesssystem (hier: 1/2000 Sekunde) ließen Kameras dieser Art früher in die Gilde der High-End-Spiegelreflexkameras aufsteigen.

Heute hältst du mit der Olympus OM-4 Ti ein Modell in der Hand, dass feinste Verarbeitung, Grazilität und Wertigkeit verkörpert. Dank der Bodenplatte und Deckkappe aus widerstandsfähigem Titan zählt die Mittelformat-SLR zu den robustesten Vertretern in diesem Segment. Auch die Qualität der Fotos begeistert noch im dritten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts.

Mamiya RB 67

Mamiya setzte mit diesem 6×7-Mittelformatmodell in der Mode- und Peoplefotografie seit den 1970er-Jahren echte Maßstäbe. Dies lag vor allem an dem dynamischen 6×7-Format und der präzisen Balgenfokussierung, die Nahaufnahmen ganz ohne Zubehörkomponenten ermöglicht.

Beste Kamera - 6x7-Mittelformatmodell

Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist zudem der fotografische Mehrwert des Magazindrehrahmens, der einen einfachen Wechsel von Quer- zu Hochformat realisiert. Zwar ist die Mamiya RB 67 ein wenig unhandlich im Gebrauch. Setzt du sie aber im Rahmen der stationären Studiofotografie ein, stört dies nicht weiter.

Das gesamte Kamerasystem ist modular aufgebaut. Du kannst sie mit verschiedenen Objektiven, Suchern und Rückteilen ausstatten. Die Spiegelreflexkamera verfügt über einen komplett mechanischen Zentralverschluss im Objektiv. Dadurch sind Belichtungszeiten von 1/400 bis zu 1 Sekunde möglich. Alternativ kannst du auch die Einstellung T (für Time) nutzen.

Digitale Spiegelreflexkameras: Professionelle Features als Standard

Auch wenn die analoge Fotografie in letzter Zeit eine kleine Renaissance erlebt, dominiert mittlerweile klar die digitale Fotografie das Geschehen. Im Unterschied zur herkömmlichen Fotografie nutzt die digitale Fotografie dabei die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten rundum die Computer- und Speichertechnik sowie die Bildbearbeitung. Angefangen bei der Bildaufnahme über die Bearbeitung der Aufnahmen bis hin zur Ausgabe der Fotos in gewünschter Form vollziehen sich sämtliche Vorgänge stets digitalisiert. Zwischen vier Kameratypen unterscheidest du dabei:

1. Digitale Spiegelreflexkameras (kurz: DSLR)

2. Spiegellose Systemkameras (kurz: DSLM)

3. Bridgekameras

4. Kompaktkameras

DSLR: Was zeichnet digitale Spiegelreflexkameras aus?

Im Grunde genommen profitierst du von genau zwei wesentlichen Vorteilen. Zum einen verfügen digitale Spiegelreflexkameras im Vergleich zu Kompaktkameras über deutlich größere Sensoren für die Bild-Aufzeichnung. Dadurch bieten dir DSLRs die beste Bildqualität im Segment der Fotografie. Zum anderen besitzen die Kameras keine fest installierte Optiken. Stattdessen gibt es Wechselobjektive. Diese ermöglichen eine optimale Anpassung an die unterschiedlichsten Aufgaben.

Beste Kamera - digitale Spiegelreflexkameras

DSLR punktet im direkten Vergleich mit Kompaktkameras also vor allem mit einer optimierten Bildqualität und damit auch mit deutlich schöneren Fotos. Hinzu kommt eben eine enorme Flexibilität sowie ein ausgeprägter Gestaltungsspielraum. Digitale Spiegelreflex-Modelle sind optimal für dich geeignet, wenn du bereits fotografische Grundkenntnisse besitzt und großen Wert auf Einstellungsmöglichkeiten sowie Bildqualität legst.

Welches Modell ist die beste DSLR?

Das kann pauschal nicht beantwortet werden. Dazu gibt es zu viele mehrwertige Modelle. Fakt ist allerdings: Du erkennst die besten DSLRs daran, dass sie die Qualitätsmesslatte noch weiter nach oben schrauben. Dies betrifft sowohl die Technik und die technologischen Finessen als auch die jeweilige Ausstattung. Gute Modelle bieten in der Regel ein ungemein griffiges Gehäuse, viele zusätzliche Bedienelemente, Abdichtungen gegen Feuchtigkeit oder auch rasante Bildserien.

HD-Video zählt längst zum Standard. Hier weisen die einzelnen Modelle allerdings deutliche Unterschiede im Hinblick auf Bildqualität und funktioneller Vielfalt auf. Wenn du eine digitale Spiegelreflexkamera mit professionellem Anspruch suchst, führt eigentlich kein Weg an einer Vollformat-DSLR vorbei. Eine Kamera dieser Art weist stets einen besonders großen Bildsensor auf.

Du schaust bei einer DSLR immer direkt durch den optischen Sucher und damit gleichzeitig durch das Objektiv. Das bedeutet: Du hast vor dem Auslösen die volle Kontrolle.

DSLR – empfehlenswert sind mehr als 920.000 Bildpunkte

Es gibt aber Ausnahmen. So setzen zum Beispiel die Alpha-SLT-Modelle von Sony auf Sucher mit elektronischer Darstellung. Dank der ausreichend hohen Auflösung bieten dir die Sony-Modelle dabei ein scharfes und helles Sucherbild und Motiv. Dabei zeigt das System genau den Farbton an, der im weiteren Verlauf dann auch auf der Speicherkarte landet.

Alle DSLR-Varianten bieten dir zudem ein Display zur expliziten Motivkontrolle. Gut beraten bist du auf jeden Fall mit einer digitalen Spiegelreflexkamera, die eine Auflösung von über 920.000 Bildpunkten im Portfolio hat. Falls du gerne auch einmal Fotos aus schwierigen Positionen realisierst, solltest du dich für eine DSLR mit einer integrierten Schwenkmöglichkeit entscheiden.

Die Flexibilität stellt zudem einen wesentlichen Vorteil von Kameras dieser Art dar. Alleine die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln, gibt dir viele Einstellungsoptionen hinsichtlich unterschiedlicher Motivsituationen. Die Bandbreite an Möglichkeiten reicht hier von Makros und Festbrennweiten über 180-Grad-Fisheye bis hin zum starken Teleobjektiv.

Allerdings musst du in der Regel Objektive hinzukaufen. Denn zum Lieferumfang der meisten DSLR-Modelle zählen in den meisten Fällen lediglich die so bezeichneten Kit-Objektive.

Tolle Fotos auch unter schwierigen Bedingungen

Je weniger Licht beim Fotografieren zur Verfügung steht, desto deutlicher wird die hohe Qualität der DSLR. Mit einer Spiegelreflexkamera gelingen dir auch bei Dämmerlicht oder im Innenbereich von Gebäuden ohne Blitzgerät tolle Fotos. Auch deiner Wahl von Indoor- oder Outdoor-Location und von Motiven sind nahezu keinerlei Grenzen gesetzt. DSLRs stehen hier für ein völlig individuelles Fotografieren.

Du musst aber nicht zwingend alle Einstellungen manuell festlegen. Es ist jederzeit auch ein absolut unbeschwertes Fotografieren möglich. Dazu aktivierst du lediglich die Automatikeinstellungen und nutzt das jeweils passende Zoomobjektiv.

DSLR – es ist auch immer eine Entscheidung für ein bestimmtes System

Grundsätzlich gilt: Wenn du ein DSLR-Modell kaufst, entscheidest du dich gleichzeitig auch immer für ein System. Bei Bedarf kaufst du also später die zum System passenden Objektive, Blitzgeräte oder auch andere Zubehörkomponenten nach.

Statistiken und Umfragen sprechen hier eine deutliche Sprache. Hat sich ein Fotograf – unabhängig von der Intention – erst einmal für eine Marke entschieden, bleiben sie in der Mehrzahl dem gewählten System dann auch weiterhin treu.

Der Einstieg in die Welt der DSLR-Fotografie sollte daher grundsätzlich sorgfältig geplant werden. Dies ist umso wichtiger, da es in Bezug auf Qualität, Funktionalität, Ausstattung und Preis erhebliche Unterschiede gibt. Wir stellen dir im Folgenden DSLRs vor, die in ihrer Sparte und ihrem Preisbereich die beste Lösung darstellen.

DSLR: Beste Kamera für Einsteiger – diese Modelle stehen ganz oben

Nikon D3500

Dieses Modell ist eine gut verarbeitete und leistungsstarke Allrounder-Spiegelreflexkamera. Zum Lieferumfang gehört zusätzlich ein kompaktes Zoomobjektiv (in der Regel: AF-P DX 18-55 mm f/3,5-5,6 VR). Insgesamt 24,2 Megapixel sorgen für detailreiche Bilder.

Dank des guten Bildstabilisators und des ISO-Empfindlichkeitsspielraums sind scharfe Bilder auch bei schlechten Lichtverhältnissen und sogar in der Nacht garantiert. Es sind Bildraten bis 60p möglich.

Extrem einsteigerfreundlich präsentiert sich die Bedienung. Die großzügige Tastenanordnung, der tiefe Griff und das ergonomische Design stehen hier für ein komfortables und müheloses Handling.

Canon EOS 2000D

Dieses Canon-Modell stellt mit ihren vielen benutzerfreundlichen und praktischen Funktionen ein optimales Einsteiger-Modell dar. Ausgeliefert wird es in der Regel mit dem Objektiv EF-S 18-55mm f/3,5-5,6 IS II.

Mit dieser Kamera realisierst du außergewöhnlich detaillierte Fotos und Full-HD-Videos. Volle Kontrolle über satte Farben und Schärfentiefe gewährleistet die Kombination aus APS-C Sensor mit 24,1 Megapixeln und DIGIC 4+ Bildprozessor. Die hohe ISO-Empfindlichkeit von 6400 erlaubt auch Aufnahmen bei Nacht.

Mithilfe des sehr präzisen und reaktionsschnellen 9-Punkt-Autofokus kannst du Reihenaufnahmen mit maximal drei Bildern pro Sekunde schießen. Zusätzlich verfügt die DSLR-Kamera über sechs zusätzliche Bildeinstellungen und eine große Anzahl an Kreativ-Filtern.

DSLR: Beste Kamera für fortgeschrittene und ambitionierte Hobby-Fotografen

Canon 5D Mark IV

Diese robuste und qualitativ hochwertige Kamera bietet eine hohe Auflösung, moderne Technologien, 4K-Video und viele Ausstattungsextras.

Verbaut wurde dabei ein neuer CMOS-Sensor mit 31,7 Millionen Pixel (brutto), der gerade im Rahmen von Detaildarstellungen eine überragende Klarheit gewährleistet. Jedes Detail, jede Nuance und jede Farbe werden exakt abgebildet.

Auf die Tageszeit und die Witterungsbedingungen musst du dabei keine Rücksicht nehmen. Dank der modernen Belichtungsmessung und der Fokussierung hältst du die erinnerungswürdigen Momente auch bei schwierigen Lichtverhältnissen präzise fest.

Die optimierten Low-Light-Eigenschaften reduzieren dabei deutlich das Bildrauschen und erhöhen gleichzeitig die maximale Empfindlichkeit. Der Standardwert beträgt bereits ISO 32.000. Falls erforderlich, lässt sich dieser Wert auf maximal ISO 102.400 erweitern.

Nikon D850

Mit der Nikon D850 setzt du auf eine universell einsetzbare Spiegelreflexkamera, die dir eine gelungene Kombination aus Geschwindigkeit, hoher Auflösung und Lichtempfindlichkeit bietet.

Von der Optik her als typische Nikon der Profiklasse konzeptioniert, besticht das Nikon Modell mit Ausstattungskomponenten wie zum Beispiel dem extrem sowie zuverlässig hochauflösenden FX-Format-Sensor. Dieser realisiert für detailreiche 45,4-MP-Dateien eine effektive Auflösung von 45,7 Megapixel.

Der integrierte CMOS-Bildsensor verfügt über integrierte Mikrolinsen und zusätzlich über eine Antireflexvergütung. Das erlaubt einen sehr hohen Dynamikumfang und eine außerordentliche Detailfülle. Zudem profitierst du gerade bei Vollformataufnahmen mit höchster Auflösung vom verbauten AF-System mit seinen 153 Messfeldern. Möglich sind auch echte Vollformatfilme in 4K.

Ob Naturfotos, Sportaufnahmen, Fotos von Events, Porträts, die Modefotografie oder auch 4K/UHD-Vollformat-Videos – mit der Nikon D850 erschaffst du unabhängig vom Einsatzgebiet immer qualitativ hochwertige Fotos.

Spiegellose Systemkameras: Große Sensoren und Wechselobjektive als Charakteristikum

Die spiegellosen Systemkameras (DSLM) reihen sich hinsichtlich Gewicht und Größe genau zwischen den Kompaktkameras und den digitalen Spiegelreflexkameras ein. Ausgestattet sind sie in der Regel mit Wechselobjektiven und großen Sensoren. Viele Modelle haben von der Bildqualität her zu den DSLR-Kameras mittlerweile aufgeschlossen.

Der größte Unterschied zwischen DSLM und DSLR besteht darin, dass die spiegellose Systemkamera auf die DSLR-typische mechanische Spiegelkonstruktion verzichtet. Eine Kamera dieser Art funktioniert ohne Spiegel. Daher sind spiegellose Kameras dann auch sehr viel leichter als die DSLR-Varianten.

DSLM: Beste Kamera für Einsteiger und Sparfüchse

Panasonic Lumix GX80

Dieses Modell für Einsteiger und Sparfüchse bietet dir eine umfangreiche Ausstattung. Ob 5-Achsen-Dual-IS-Bildstabilisator, 4K Foto/ Video oder der neigbare Touch-Screen-Monitor – mit Features dieser Art zählt die kompakt und flach gebaute DSLM-Kamera zum Top-Modell des mittleren Preissegments.

Vor verwackelten Bildern schützt dich dabei der Dual-IS-Bildstabilisator. Schärfe und eine hohe Auflösung gewährleisten demgegenüber die Kombination aus Venus-Engine-Bildprozessor und 16-Megapixel Digital-Live-MOS-Sensor.

Zudem kannst du jederzeit hochauflösende 4K-Videos und Serien von 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Dafür garantiert die 4K-Technologie der Lumix GX80. Die Kamera ist ideal geeignet für Bilder mit viel Dynamik bzw. sich schnell bewegende Umgebungen.

DSLM: Beste Kamera für fortgeschrittene und ambitionierte Hobby-Fotografen mit hohem Anspruch

Fujifilm X-T4

Die Fujifilm X-T4 präsentiert sich als echtes Kraftpaket mit einem sehr großen foto- und videografischen Potenzial. Charakteristisch für diese für knapp über 400 Euro erhältliche Systemkamera sind die erstklassige Verarbeitung, die sehr gute Bildqualität sowie die funktionelle Leistungskraft.

Nicht umsonst wird sie von vielen ambitionierten Fotografen als beste Kamera im gehobenen Preissegment gerühmt. Sie verfügt über einen X-Prozessor 4, einen X-Trans CMOS Sensor der vierten Generation sowie eine technologisch fortschrittliche Bildstabilisierung (IBIS).

Zudem greifst du auf die integrierte Filmsimulation Eterna Bleach Bypass und viele weitere Funktionen zurück. Insgesamt hältst du mit dieser Systemkamera ein Modell in der Hand, die dir eine Bildqualität für professionelle Foto- und Videoproduktionen gewährleistet.

Bridgekameras: Klassische Kompaktkameras in DSLR-Optik

Die so bezeichneten Bridgekameras (alternative Bezeichnung: Megazoomer) nehmen eine Sonderrolle ein. Rein äußerlich wirken sie in Bezug auf Aussehen und Größe wie eine digitale Spiegelreflexkamera. Auch die Einstellungsmöglichkeiten erinnern an DSLRs.

Aber es sind keine digitalen Spiegelreflexkameras. Vielmehr handelt es sich bei Bridgekameras um klassische Kompaktkameras mit fest eingebautem Objektiv und kleinem Sensor. Eine Kamera dieser Art deckt dabei einen eminent großen Brennwertbereich ab. Die Bandbreite reicht hier vom Weitwinkel bis hin zum Tele-Modus.

In der Regel zeichnen sich Bridgekameras durch ein großes Gehäuse, ein fest integriertes Objektiv mit einem hohen Zoomfaktor und eine üppige Ausstattung rundum Sucher und Bildstabilisator aus. Holst du gerne ferne Motive ganz nah heran, stellen Bridgekameras eine gute Lösung dar. Aber Vorsicht: Je höher der Zoomfaktor einer Bridgekamera ist, desto schwieriger ist es, über die gesamte Brennweitenspanne eine permanent gute Bildqualität zu halten.

Bridgekameras: Beste Kamera für ambitionierte Hobby-Fotografen

Panasonic Lumix FZ1000II

Das Modell ist mit einem 1-Zoll-Sensor ausgestattet, was für Bridgekameras ungewöhnlich ist. Das spiegelt sich in einer sehr guten Bildqualität wider. verantwortlich ist. Die Auflösung beträgt 20 Megapixel. Das reicht für maximal 1.579 Linienpaare pro Bildhöhe. Eine angenehm hohe Kantenschärfe ist also gewährleistet.

Detailtreue und Rauschen bleiben mit steigender Lichtempfindlichkeit bis einschließlich ISO 1.600 im guten Bereich. Das Panasonic-Modell bietet ein sehr brennweitenstarkes Objektiv mit 16-fach-Zoom (25 bis 400 mm). Dass nur 18 Prozent Auflösung verloren vergehen, stellt hier einen beachtlichen Wert dar.

Bildfüllende Aufnahmen von zum Beispiel Tieren oder Landschaften sowie auch Porträts sind also jederzeit in guter Qualität möglich. Weitere Highlights: ein umfangreicher Ultra-HD-Video-Modus, die Display-Touch-Funktion und der starke Bildstabilisator.

Bridgekameras: Beste Kamera mit professionellem Anspruch

Sony Cyber-shot RX10 IV

Sony bietet dir mit diesem Modell eine echte Top-Kamera. Sie überzeugt mit einer sehr guten Bildqualität, einem rasanten Tempo und einer überragenden Ausstattung. Die Brennweitenspanne reicht dabei von sehr guten 24 bis 600 mm.

Pro Sekunde sind sensationelle 23 Bilder möglich und auch UHD-Videos sind jederzeit möglich. Kombiniert werden diese Features mit einem spritzwassergeschützten Korpus, einem großen und hochauflösenden Sucher sowie einem ebenfalls hochauflösenden, verstellbaren 3-Zoll-Display.

Diese Bridgekamera ist zwar vergleichsweise teuer (etwa ab 1.500 Euro), bietet dafür aber alle Optionen für ein professionelles Fotografieren.

Kompaktkameras: Leichte Allround-Modelle für jede Gelegenheit

Du möchtest dich auf das Fotografieren konzentrieren und nicht viel Zeit in die Einstellungen investieren? Dann stellt die Kompaktkamera für dich die beste Lösung dar. Alle wichtigen Einstellungen nimmt das System hier selbst vor. Große manuelle Einstellungsmöglichkeiten zählen nicht zum Portfolio einer Kompaktkamera.

Dafür punkten Kameras dieser Art mit einer leichten Bedienung auch für Einsteiger in die Fotografie, einem geringen Wartungsaufwand und vergleichsweise niedrigen Preisen. Außerdem sind die Modelle sehr leicht, sodass du sie bei jeder Gelegenheit mitnehmen kannst.

Wachsen deine fotografischen Ansprüche aber, wird eine Kompaktkamera häufig zum Hemmschuh. Nicht umsonst steigen immer mehr Amateur- bzw. Hobbyfotografen von der Kompaktkamera auf eine digitale Spiegelreflexkamera um. Denn bei einer Kompaktkamera musst du eine geringere Abbildungsqualität in Kauf nehmen. Das liegt an den vergleichsweise kleinen Sensoren. Zudem musst du dich auf ein Objektiv mit limitierter optischer Qualität beschränken.

Kompaktkameras: Beste Kamera für Laien und Einsteiger

Canon IXUS 190 Digitalkamera

Die extrem schlanke Kompaktkamera bietet dir ein 24 mm-Weitwinkelobjektiv mit 10fach optischem Zoom, 20 Megapixel, einen intelligenten Bildstabilisator und den Prozessor DIGIC 4+. Der Bildstabilisator minimiert dabei Unschärfen bzw. Verwacklungen.

Auch erstklassige HD-Movies (720p) sind jederzeit möglich. Ob für das Teilen deiner Fotos oder für ferngesteuerte Aufnahmen – du kannst jederzeit per WLAN eine Verbindung mit deinem Smartphone oder Tablet herstellen.

Kompaktkameras: Beste Kamera für ambitionierte Fotografen

Sony RX100 III

Hierbei handelt es sich um eine Premium-Kompaktkamera, die für diesen Kameratyp eine eindrucksvolle Bildqualität liefert.

Mehrwertige Komponenten wie das lichtstarke Objektiv, der große Bildsensor (1.0), die Back-Illuminated-Technologie, das neigbare Touch-Display und der präzise elektronische Sucher machen die Kamera auch für fortgeschrittene und ambitionierte Fotografen interessant.

20,1 Megapixel und die integrierte Bildstabilisierung sind ideal sowohl für Fotografien als auch für Video-Aufnahmen. Diese Kombination an Funktionalitäten ist auch für Profis interessant, die neben ihrer Standardkamera mit Wechselobjektiv gerne noch auf eine zweite Kamera setzen.

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Als einer der Fotoexperten bei FotografierenLernen.net hilft dir Alexander gerne, die Besonderheiten der Branche, und erklärt, warum es immer eine gute Idee ist, die 1000 Ideen im Kopf in die Fotos zu verwandeln. Er wird von Neugierde, seiner Leidenschaft für die Fotografie und den unendlichen Möglichkeiten der Bildbearbeitung, die die digitale Welt bietet, angetrieben. Die Fotografie ist nicht nur ein Hobby, sondern ein Abenteuer! Beim Fotografieren geht es darum, die persönliche Vision zu teilen. Seit 2010 konnte Alexander in seiner Kariere als professioneller Fotograf für Firmen wie: SAP, ebay oder Der Tagesspeigel arbeiten. Seine Lieblingsthemen sind Technik und Portraits. Außerdem liebt er Siberian Huskys.

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