Fotografieren lernen

Fotografieren lernen

Fotos machen wie ein Fotograf

Diese Seite bietet dir folgende Themen:

  1. Warum du fotografieren lernen solltest
  2. Die Grundlagen
    1. Die verschiedenen Modi
    2. Die Blende
    3. Fokus und Tiefenschärfe/Schärfentiefe
    4. Die Belichtungszeit/Verschlusszeit
    5. Der ISO Wert
  3.  Die Nachbearbeitung
  4. Tipps und Tricks

 


Warum Du fotografieren lernen solltest

Kennt nicht jeder diesen einen Moment, den du unbedingt festhalten möchtest? Die einfachste Methode um dies zu machen ist ein simples Foto. Doch oftmals sehen diese im Nachhinein lange nicht so gut aus, wie du vielleicht gedacht hättest und fangen nicht genau das ein, was eigentlich der Grund für das Foto war. Natürlich – die Emotionen und Gefühle, die du in jenem Moment verspürt hast, kann man niemals fotografieren. Doch wenn man das Fotografieren lernt, ist man durchaus in der Lage um einiges mehr aus seinen Fotos herauszuholen; sei es durch simple Einstellungen an der Kamera, der Beleuchtung oder sogar bei der Nachbearbeitung der vorhandenen Aufnahmen.

Das Beste daran: Du musst lange kein Fotograf mit Ausbildung sein, um deinen Bildern mehr Ausdruck zu verleihen. Fotografieren lernen ist einfach und macht Spaß!

Wenn du richtig gute Fotos machst, kannst du diese sogar verkaufen und etwas Geld damit nebenbei verdienen.

 

Die Grundlagen

Die verschiedenen ModiMModi

A-Deb: In diesem Modus wird alles, was auf dem Bild zu sehen ist scharf gestellt → hohe Schärfentiefe. So ist es einfach zum Beispiel ein Bild von Personen zu machen und gleichzeitig den Hintergrund scharf zu erkennen. Hier benötigt man keinen Fotokurs, denn alles geht von allein.

M-Modus / Manueller Modus: Hier bist du ganz auf dich allein gestellt. Die Kamera übernimmt nichts mehr für dich und du musst alle Werte selber einstellen. Dieser Modus ist, wenn du gerade mit dem Fotografieren lernen angefangen hast, wahrscheinlich noch nichts für dich aber keine Sorge, du wirst ihn schon noch nutzen. Trotzdem ist meine Empfehlung: Nutze den M-Modus gelegentlich, denn durch ihn lernst du schnell, wie eine Kamera funktioniert und reagiert.

AV-Modus: Dies ist ein halbautomatischer Modus. Hier stellst du eine Blende deiner Wahl ein und daraufhin ermittelt die Kamera selbstständig ein passende Belichtungszeit. Zudem kann man ein Bild manuell über- oder unterbelichten.

TV-Modus: Dies ist ebenfalls ein halbautomatischer Modus. Hier stellst du die Belichtungszeit ein und die Kamera sucht dafür eine passende Blende. Also ist dies quasi das Gegenstück zum AV-Modus.

P-Modus: In diesem Modus ist die Kamera vollautomatisch. Sie nimmt die optimalen Werte eigenständig an und sagt dir, ob du einen Blitz einstellen solltest oder nicht. Ein praktischer Modus aber beim Ziel „richtig fotografieren lernen“ eher ungeeignet. Von diesem Modus rät auch jeder Fotografie Workshop / Kurs ab. Allerdings ist er für spontane Schnappschüsse gut geeignet, da man nicht erst noch alles einstellen muss.

Blitz-Aus-Modus: Dieser Modus eignet sich für Orte, an denen man nicht mit Blitz fotografieren darf. Die Kamera stellt dann alles so ein, dass man das Motiv trotzdem erkennen kann.

Des Weiteren gibt es natürlich och viele weitere Modi. Diese sind für bestimmte Situationen oder Motive gedacht, machen aber in der Regel fast genau das Gleiche wie die oben genannten Modi. Der Sport-Modus ist beispielsweise dem TV-Modus sehr ähnlich. Wie auch in den Meisten Fotokursen gesagt wird, sollte man sich auf die hier vorgestellten Modi konzentrieren und diese, vor allem aber den manuellen Modus meistern, wenn man richtig Fotografieren lernen will.

Fotokurs

Die Blende

Unter der Blende versteht man eine Vorrichtung im Objektiv, mit der man regeln kann, wie groß die Objektivöffnung sein soll. Mit einer Vergrößerung bzw. einer Verkleinerung der Blende kann man somit einstellen, wie viel Licht in das Objektiv einfallen soll. Man kann demnach einem eventuellen Über- bzw. Unterbelichten vorbeugen. Eine große Blendenzahl bedeutet, dass die Blendenöffnung groß ist und eine große Blendenzahl, dass die Blendenöffnung klein ist.

Des Weiteren hat die Blende auch noch optische Eigenschaften. Die Blende bestimmt nämlich auch die Schärfentiefe des Bildes. So kann es beispielsweise bei einer voll geöffneten Blende passieren, dass wenn man ein Portrait macht, die Augen scharf, die Ohren aber unscharf sind.

Die Blende hat also folgende Eigenschaften:

  • Mit dem Verstellen der Blende kann man einem Über- oder Unterbelichten des Objektes vorbeugen
  • Große Blendenzahl → kleine Blendenöffnung
  • kleine Blendenzahl → große Blendenöffnung
  • Je weiter die Blende geöffnet ist, desto weniger Tiefenschärfe ist vorhanden
  • Je weiter die Blende geschlossen ist, desto mehr Tiefenschärfe ist vorhanden

Ein Fotograf erkennt die bestmögliche Einstellung sofort und kann demnach so die perfekten Fotos machen.

 

Fokus und Schärfentiefe / Tiefenschärfe

Der Fokus bestimmt die Stelle im Bild, die scharf gestellt werden soll. Man kann ihn, in einem Bild mit mehreren Objekten, auf verschiedene Objekte einstellen, so dass diese scharf und der Rest eher unscharf dargestellt wird → er ist also frei wählbar. In der Regel kann man bei einer Kamera durch das leichte Drücken der Aufnahmetaste den Autofokus aktivieren. Diesen wirst du aber nicht mehr brauchen, wenn du erstmal richtig mit dem Fotografieren lernen anfängst.

Die Schärfentiefe bestimmt den scharfen Bereich im Bild. Sie wird von der Blende gesteuert. Je größer die Blende eingestellt ist, desto kleiner ist der Bereich der Tiefenschärfe und andersrum. Die Objekte, welche nicht im Bereich der Schärfentiefe liegen, werden demnach auch nicht scharf dargestellt. Allerdings sind jene Objekte, die näher am Bereich der Schärfentiefe liegen noch schärfer zu erkennen als die, die sehr weit weg von diesem Bereich sind. Außerdem hängt die Schärfentiefe vom Abstand zum Motiv ab. Je höher die Entfernung zum Motiv, desto größer ist der Bereich Schärfentiefeder Schärfentiefe. Ein dritter Faktor ist der Abstand vom Motiv zum Hintergrund. Wenn das Motiv nahe am Hintergrund ist, wird dieser auch scharf mit abgebildet. Ist das Motiv weit vom Hintergrund entfernt, wird er unscharf dargestellt.

Wovon hängt die Tiefenschärfe nun ab:

  • Von der Einstellung der Blende,
  • vom Abstand des Motives zur Kamera und
  • vom Abstand vom Motiv zum Hintergrund.

Das klingt erstmal sehr kompliziert aber das sollte nicht nicht einschüchtern. Das Fotografieren lernen macht Spaß, vor allem weil man schnell erkennt, wie die einzelnen Faktoren zusammenspielen und man mit diesen gut herumexperimentieren kann. Falls du noch mehr dazu erfahren willst, empfehle ich einen Fotografie Workshop. Dieser vermittelt noch mehr Informationen zum Thema.

 

Die Belichtungszeit / Verschlusszeit

Unter der Belichtungszeit versteht man beim Fotografieren die Zeit, die das Motiv beim Bild machen belichtet wird. Solange nicht die Kappe auf dem Objektiv angebracht ist, fällt jederzeit Licht in dieses hinein. Das Licht „wandert“ dann durch das Objektiv hin zum Verschluss. Der Verschluss öffnet sich dann, wenn man ein Bild macht, so lange, wie man es zuvor in den Einstellungen bestimmt hat. Bei einer Verschlusszeit von einer Sekunde öffnet sich der Verschluss also auch eine Sekunde. Die Belichtungszeit hat auch mit der Helligkeit des Fotos zu tun. Je länger die Belichtungszeit ist, desto heller ist auch das Bild.Belichtungszeit

Außerdem kann man mit dem Verstellen der Belichtungszeit auch die Bewegung in einem Foto darstellen. Dabei gilt: Bei einer hohen Verschlusszeit wird die Bewegung eher dargestellt als bei einer sehr geringen Verschlusszeit. Hier wirkt das Bild wie eingefroren.

Allgemein gilt hier demnach:

  • Lange Belichtungszeit → helleres Bild, hohe Bewegungsunschärfe
  • kurze Belichtungszeit → dunkleres Bild, geringe Bewegungsunschärfe

Beim Fotografieren lernen verursacht das vielen Anfängern Kopfschmerzen. Ob sie bereits einen Fotokurs besucht haben oder nicht ist dabei egal. Anfangs ist es sehr schwierig, all diese Faktoren richtig einzuschätzen. Aber gib nicht auf; du schaffst das!

 

Der ISO Wert

ISO wert
Starkes Bildrauschen!

Der ISO wert war früher ein Wert eines analogen Filmes. Er bestimmt, wie empfindlich der Film auf Licht reagiert. Heutzutage bestimmt er, wie lichtempfindlich der Sensor deiner Kamera ist. Je höher der ISO Wert ist, desto deutlicher wird das Licht auf dem Sensor verstärkt. Je höher der ISO Wert also ist, desto heller ist in der Regel auch das Bild (bei sonst konstanten Einstellungen). Aber Achtung! Je höher der ISO Wert ist, desto stärker ist gleichzeitig auch das Bildrauschen, deshalb sollte er meistens eher gering eingestellt werden. Moderne, gute Kameras oder die Nachbearbeitung kann dabei sehr helfen. Ausprobieren ist hier das Stichwort.

Hier gilt also:

  • kleiner ISO Wert → geringe Lichtempfindlichkeit, dunkleres Bild, geringes Bildrauschen
  • großer ISO Wert → hohe Lichtempfindlichkeit, helleres Bild, hohes Bildrauschen

Das Fotografieren lernen ist kein Zuckerschlecken, aber es zahlt sich aus! Wenn du erstmal deine ersten Resultate erzielst, verspreche ich dir, dass die Mühe sich gelohnt hat. Besuche für weitere Informationen einen Fotografie Workshop oder einen Fotografie Kurs. Dort kannst du dich noch weiter fortbilden.


Die NachbearbeitungPhotoshop

Nach dem Fotografieren lernen an sich, bist du in der Lage schöne Fotos mit den richtigen Einstellungen zu schießen. Doch damit sie aussehen, wie beim Fotografen, musst du diese auch noch einer Nachbearbeitung unterziehen. So kannst du auch noch den Rest aus den Bildern herausholen. Das wohl bekannteste Tool hierzu ist Photoshop von Adobe, vor allem aber die Erweiterung Lightroom. Damit kannst du deine Bilder komplett verändern. Du kannst alles Vorstellbare anstellen, sei es nur die Farbintensität zu verändern oder gar schiefe Linien zu begradigen. Außerdem hast du deine Bilder mit diesem Programm immer und auf allen Geräten dabei. Ganz egal ob Desktop-PC, iPhone/iPad oder Android-Gerät. Jederzeit hast du die Möglichkeit deine Fotos zu bearbeiten, organisieren oder weiterzugeben.

Nachbearbeitete Bilder haben meist etwas besonderes an sich und sind noch eindrucksvoller. Wenn du Glück hast, kannst du diese sogar verkaufen und damit etwas Geld nebenbei verdienen.

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Tipps und Tricks

  1. Bewahre deine Kamera sicher auf! Eine Tasche sollte, nach dem Kauf deiner Kamera, dabei wahrscheinlich die erste Anschaffung sein. Nehme am Besten aber gleich eine Nummer größer, denn mit der Zeit wird etwas Equipment dazu kommen (vorausgesetzt du nimmst das Fotografieren lernen ernst und hast nicht unendlich viel Budget um dir jederzeit eine neue Kamera kaufen zu können, falls diese kaputt geht).
  2. Lade die Anleitung für deine Kamera herunter und ziehe sie auf dein Handy. So hast du diese immer dabei und kannst bei Fragen oder Problemen schnell nachschauen, ob nicht dort die Lösung steht.
  3. Mache so viele Fotos wie du nur kannst! Je öfter du unterschiedliche Motive fotografierst, desto schneller erkennst du, wie deine Kamera auf verschiedene Szenarien reagiert. So lernst du deine Kamera richtig kennen. Das heißt aber auch: Weg vom PC und raus in die Natur, denn dort gibt es die schönsten Motive. Wissen, dass du dir selber beibringst, bringt nichts, wenn du nicht weißt, wie du mit deiner Kamera umzugehen hast.
  4. Nutze den manuellen Modus! Beim Fotografieren lernen ist es essenziell, diesen Modus und die zu machenden Einstellungen kennen zu lernen. So lernst du umso schneller wie die richtigen Einstellungen zu treffen sind und machst Fotos wie ein Fotograf. Wenn es schnell gehen muss, ist es aber überhaupt nicht schlimm auch den automatischen Modus zu verwenden. Hauptsache du machst das Foto.
  5. Sei mutig! Probiere auch Sachen aus, auf die du einfach Lust hast. Das übt und ist beim Fotografieren lernen sehr wichtig. Dabei ist es auch überhaupt nicht schlimm einfach mal etwas Anderes zu fotografieren.
  6. Sei kreativ! Typische Fotos sind schön und gut aber einfach mal die Perspektive zu ändern kann nicht schaden. Im schlimmsten Fall erhältst du halt ein Bild, dass nicht ganz so schön ist. So kann auch die Aussage des Bildes verändert werden.
  7. Sei ehrgeizig und gib nicht auf! Das Fotografieren lernen ist anfangs nicht das Einfachste. Doch wenn du erstmal deine ersten Resultate hast, dann erkennst du, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Einmal die Basics gelernt, vergisst du diese so schnell nicht wieder. Übung macht den Meister!

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